Vom Maler über sich selbst


Acrylbilder

Geboren und aufgewachsen bin ich in Dresden in einem harmonischen Elternhaus, das auch früh schon meine künstlerischen Ambitionen förderte. Ich war ein stilles, verträumtes Kind, das anstatt auf Bäume zu klettern oder Fußball zu spielen, sich in Bücher vergrub und seine Eindrücke von der Umwelt in Zeichnungen festhielt.

In der frühen Schulzeit, als dickes Kind oft von den Klassenkameraden gehänselt, erheischte ich mir Anerkennung von den Gleichaltrigen durch meine Karikatur und Portraits Zeichnungen. Im Teenageralter, als der Babyspeck auch verschwunden war, erwarb ich mir den Status als Klassenclown, indem ich während des Unterrichts ständig Lehrer oder Mitschüler karikierte und die Skizzen herum gehen ließ, was nicht selten für Lachsalven sorgte. Das Beobachten von Menschen und ihre Eigenarten zu Papier zu bringen, war schon früh entwickelt und wurde bald zu meiner Lieblingsbeschäftigung.

Nach dem Abitur und dem Grundwehrdienst bei der Armee begann ich in Leipzig Pädagogik zu studieren und bin dieser Stadt bis heute treu geblieben – also ein echter Wahlleipziger, Einer der das Studium nicht abgeschlossen hat, weil er andere Dinge im Kopf hatte und vieles probieren musste. Frisch in Leipzig kaufte ich mir meine erste Staffelei, Leinwand und Ölfarben und begann mich als Zwanzigjähriger intensiv mit Maltechniken zu befassen.

Über Fachliteratur eignete ich mir den Umgang mit Farben, Mal gründen und der Anatomie des menschlichen Körpers selbst an. Autodidakt bin ich übrigens bis heute geblieben. Und dann wurde in den Siebzigern nicht nur wild gelebt, sondern auch so drauflos gemalt. Alle Menschen, die mich interessierten, mussten von mir gezeichnet oder gemalt werden auf, sei es mit Bleistift, Kohle oder Ölfarben.
Anfang der Achtziger Jahre schlief die Malleidenschaft zugunsten der Liebe zur Bühne ein. Neben meiner Tätigkeit als Verkaufsstellenleiter stand ich fast allabends auf der Bühne des „Leipziger Brettls” und am Ende der Achtziger, wenige Monate vor dem Mauerfall erhielt ich den Berufsausweis als Unterhaltungskünstler. Da hatte ich, was ich wollte: Selbstständig als Profikünstler! Welch ein aufregendes Leben: Viel Arbeit, viel Spaß und nebenbei auch noch viel Geld. Aber das währte nicht lange. Mit der Wende kam auch das Aus, wie für viele Ostkünstler. Also begann ich meinen Lebensunterhalt in der Gastronomie zu verdienen.

Ende der neunziger Jahre machte ich mich als Diskothekbetreiber im Zentrum Leipzigs selbstständig, was ich immerhin 11 Jahre durchgehalten habe, mit Höhen und Tiefen, enorm viel Arbeit und keiner Chance für Freizeit und anderen Tätigkeiten. Missliche Umstände führten dazu, dass ich Mitte 2009 in die Arbeitslosigkeit geriet. Außer der Arbeitssuche hatte ich plötzlich viel zu viel Zeit und besann mich auf meine alte Leidenschaft. Also besorgte ich mir Leinwand und Acrylfarben, ein Malmittel, mit dem ich noch nicht so vertraut war und was die Tücke hat, schnell zu trocknen.

Mein Bekanntenkreis ist groß und so war es auch kein Problem, Modelle zu finden, auch als Akt. Nach wie vor fasziniert mich der menschliche Körper und das Gesicht in seinen vielen Regungen und Gefühlsausdrücken. Manchmal mussten auch Fotos von Persönlichkeiten, die mich faszinieren, herhalten, das aber auch nur, wenn gerade kein lebendes Modell da war. Also habe ich mich seit Ende 2009 wieder in die Acrylmalerei von Acrylbildern regelrecht verbissen und male täglich – manchmal 12 Stunden, solange es das Tageslicht erlaubt.

Besonders aufregend für mich ist es, Geschichten mit Personengruppen zu erzählen (Landschaft oder Stillleben hatten nie Reiz auf mich ausgeübt). Wenn es mir gelingt, eine Stimmung, bestimmte Spannungen oder knisternde Erotik einzufangen, bin ich glücklich.

Sehr froh bin ich, dass der Leipziger „X-Club” seine Räume mit meinen Acrylbildern gestaltet und ich mich somit auch der Öffentlichkeit vorstellen kann.

Der nächste Versuch mich zu präsentieren, ist auf dieser Internetseite. Vielleicht gefällt Dir diese oder jene Arbeit meiner Acrylbilder. Der Erwerb eines Originales ist nicht ausgeschlossen, auch, wenn ich mich ungern von einem meiner „Kinder” trenne. Auf alle Fälle gibt es die preisgünstige Möglichkeit guter Drucke, sei es auf Papier, Leinwand oder kaschiertem Holz – und das nach dem Format Eurer Wahl. Auch Aufträge nach Euren Wünschen würde ich gern im Rahmen meiner Zeit erledigen. Danke, dass Ihr auf meine Seiten geschaut habt.

Ich würde mich über Eure Kritik sehr freuen.

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